Sonntag, 26. Februar 2017

[Rezension] Die Auserwählten: In der Brandwüste - James Dashner

496 Seiten - Carlsen Verlag - 2013 - Teil 2 - Jugendliteratur/Science-Fiction - 9,99€


Sie haben einen Ausweg aus dem tödlichen Labyrinth gefunden und geglaubt, endlich wären sie frei. Doch auf Thomas und seine Freunde wartet das Grauen: sengende Hitze, verbranntes Land und ein tödlicher Virus.

Und noch immer halten die undurchsichtigen Schöpfer die Fäden in der Hand. Damit steht den Jungen die nächste Prüfung bevor. Sie müssen innerhalb von zwei Wochen die Brandwüste durchqueren, sonst sind sie verloren …


Nachdem ich den ersten Teil im Kino gesehen habe und sehr begeistert war, habe ich mir gedacht, die letzten beiden Bände zu lesen. Und ich muss sagen Teil 2 hat mich wirklich total überzeugt.
Es war von Anfang an spannend und mitreißend zugleich.
Man konnte sich so gut mit den Jugendlichen identifizieren und schnell in die Geschichte hineinfinden, da James Dashner sehr detailreich und verständlich schrieb.
Die Jugendlichen wurden durch die hohe mächtige Organisation in ein weiteres Abendteuer geschickt, obwohl sie anfangs dachten in Sicherheit zu sein. Durch sehr mysteriöse Vorkommnisse und Verstrickungen mussten sie sich in die tobende Hitze quälen und versuchen einen sicheren Hafen zu erreichen, der sie angeblich von dem Virus heilen und in Sicherheit bringen würde. Auf dem Weg dorthin begegneten sie wilden und grausamen Kreaturen und hatten mit Naturkatastrophen und den eigenen Gefühlen zu kämpfen, vor allem der Anführer Thomas. Dieser Teil ist sehr geprägt von den Themen Verrat, Lügen, Liebe, Hoffnung, Vertrauen und Vergebung. Alles in Allem ist die Geschichte relativ schnell und kurz zusammenzufassen, obwohl sie sich auf fast 500 Seiten erstreckt und sich super schnell lesen lies. Durch die abwechslungsreichen spannenden Geschehnisse lässt sie den Leser nachdenken und reißt ihn an machen Stellen so weit mit, dass man selbst nicht mehr weiß was Wahrheit oder Lüge ist. Ich konnte durch das Buch die letzten 200 Seiten nicht aus den Händen legen, da ich endlich wissen wollte wie es weiter geht, was noch alles passiert und vor allem, ob sie letztendlich in Sicherheit gebracht werden oder nicht!

Fazit:
Meiner Meinung nach ist diese Trilogie auf jeden Fall eine Empfehlung für diejenigen, die Jugendbücher im Bereich Science-Fiction gerne lesen und sich gerne auf mysteriöse und fantasiereiche Abendteuer einlassen möchten.

Mittwoch, 8. Februar 2017

Über die Zeit ..


"Wie kann es sein, dass Zeit nicht immer gleich Zeit ist? Was ist es, das die Zeit manchmal rennen und manchmal quasi stillstehen lässt - zäh und langsam bewegt sich der Sekundenzeiger, und der Minutenzeiger wird sich noch in hundert Jahren nicht weiterbewegt haben. Ist es das Warten? Ich warte. Ich will, dass die Zeit vergeht und obwohl ich lese und mich mit griechischen Göttern auseinandersetze, läuft die Zeit wie in … ja, wie in Zeitlupe.

Bin ich dann mit Conte zusammen, wird sie die Beine in die Hand nehmen und so schnell vergehen, dass ich gar nicht wissen werde, wo sie geblieben ist. Wie kommt es, dass Zeit einem just in den Momenten nur so durch die Finger flutscht, in denen man nichts lieber möchte, als sie anhalten, einfrieren, festbinden?
Warum ist Zeit nicht immer gleich Zeit -  oder geht es um das unterschiedliche Bewusstsein von Zeit? Dauert sie länger, wenn man sich ihrer bewusst ist? Und rennt sie los, wenn man sie aus den Augen verliert? Fließt sie ruhig und unbemerkt davon, wenn man zu abgelenkt ist, um sich ihrer bewusst zu sein? Es ist wirklich rätselhaft. Wie wäre es, wenn ich aus der Zeit aussteigen könnte? Mich neben mich selbst stellend, einen Schalter in der Hand, und sie ganz nach Belieben beschleunigen oder verlangsamen könnte? Welche Momente - Zeitspannen - werde ich in Zeitlupe ablaufen lassen? Welche vorspulen? Das Warten würde ich wahrscheinlich vorspulen. Die quälende Zeit vor Prüfungen, aufregenden Begegnungen, im Wartezimmer vom Arzt - diese würde ich ganz schnell machen, und die emotionsgeladenen, schönen Momente würde ich in die Länge ziehen - mir selbst quasi Zeit gebend für das, was wichtig ist. Wichtig scheint?

Vielleicht sind es ja auch gerade die Wartezeiten im Leben, die mich zu dem machen, was ich bin. Verschiedene Menschen warten auch verschieden. Manche wissen jede Minute des Wartens mit etwas aufzufüllen. Ich bin kein guter Warter - mag es nicht, wenn Dinge bevorstehen, die ich herbeisehne, und ein vermaledeiter Sekundenzeiger hämisch schleichend seine Runden dreht."

Ich werde da sein, wenn du stirbst - Seite 131/132


Samstag, 4. Februar 2017

[Rezension] Ich werde da sein wenn du stirbst - Marie-Sophie Lobkowicz

Hallo meine Lieben,

"neuer Monat, neues Buch!"  Nach diesem Motto habe ich vor wenigen Tagen mein Buch zu Ende gelesen, sodass ich direkt am 01.Februar mit einem Neuen beginnen konnte. Es hieß "Ich werde da sein wenn du stirbst", dieses stelle ich euch nun vor!

224 Seiten - Pattloch Verlag - 2008 - Liebesgeschichte


Die Autorin, Marie-Sophie Lobkowicz, schreibt ihre eigene Liebesgeschichte, in der sie einen sehr wichtigen Menschen im Kampf gegen den Krebs verloren hat auf eine sehr schöne und interessante Art und Weise nieder. Abgespielt hat sich diese Geschichte im Jahr 2004.
Sie erzählt vom ersten Treffen zwischen ihr und Conte und der 9 monatigen innigen und leidenschaftlichen Beziehung mit sehr viel Liebe zum Detail. So werden alle Unternehmungen, Kurzurlaube, Besuche mitsamt den Sehnsüchten nacheinander in Form von Emails oder Tagebucheinträgen dargestellt.
So richtig möchte es anfangs nicht so zwischen den Beiden klappen, da sie sich nicht sicher sein können, ob sie sich nun als Pärchen bezeichnen können oder nicht, denn Sie selbst hat Angst vor dem Tag an dem sie ihn verlieren könnte und er möchte sie nicht in Irgendetwas hineinziehen, wovon er sicher weiß, dass es einfach keine gemeinsame Zukunft geben kann. 
Da sie ihre wahren Gefühle aber nicht offen vor ihm aussprechen kann, schreibt sie ihm entweder Emails oder Briefe, in denen sie so gut wie möglich ihre Situation beschreibt. 
Und letztendlich ist die Liebe stärker als der Verstand und sie gehen eine Beziehung miteinander ein.
Religion spielt für die Beiden eine sehr bedeutende Rolle, da sie sehr oft beten, Gottesdienste besuchen, die Kommunion empfangen und Conte bekam mehrmals eine Krankensalbung.  

Fazit:
Insgesamt fand ich das Buch sehr reizend, da es einfach einen kurzen Ausschnitt aus dem Leben von Frau Lobkowicz zusammenfasst und vielen Menschen helfen könnte in solchen Situationen mit dem Verlust von Menschen umzugehen.
An manchen Stellen war es für Außenstehende vielleicht etwas schleppend und durch die religiösen Elemente nicht so bedeutsam, wie für die Autorin selbst. Daher hat es mir auch nicht ganz so gut gefallen, aber alles in Allem ist es eine schöne, traurige und liebevolle Liebesgeschichte!